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Texte zu den Themen Arbeitsplatz, Familie, Nachbarschaft aus der Sicht des Mediators

Tipps zur gelingenden Nachbarschaft

Zum Thema Nachbarschaft

Nein, heute nicht als Mediator sondern als Träumer schreibe ich diesen kurzen Text. Freilich ist es klar, dass keinesfalls in jedem Fall eine Nachbarschaft gütlich verlaufen muss, es kann immer wieder zu Missverständnissen kommen, welche in weiterer Folge das Zusammenleben belasten können.

Nun, wie aber kann man hier den Anfängen der Missverständnisse bereits wehren?
Wohl mit demonstrativem guten Willen, welcher schon beim Einzug in die neue Wohnung, besser noch bei der Wohnungssuche beginnen kann. Es liegt schließlich auch im Interesse des jeweiligen Neumieters oder Neueigentümers, seine Nachbarn zu kennen, schließlich teilt man in der Zukunft doch einen essentiellen Lebensbereich mit ihnen. Ebenso wie man die Kellerräumlichkeiten als Abstellräume in Augenschein nimmt, wäre also auch ein kurzes Anläuten bei den Nachbarn angezeigt. Durch diesen ersten Kontakt könnte man weiters auch diverse Informationen hinsichtlich des Hauses, der Hausgemeinschaft und der Hausverwaltung erfahren, welche wohl nicht immer in der Präsentation des Maklers enthalten sind.

Spätestens beim Einzug wäre eine kurze Vorstellrunde im Haus, oder zumindest im Stock und den angrenzenden Stockwerken ein Zeichen der Höflichkeit der Hausgemeinschaft gegenüber. Auch persönlich konnte ich den Unterschied zwischen der herzlichen Nachbarschaft, welche mit einer Wohnungseinweihungsparty begann (wer mitfeiert kann sich nicht über den Lärm in der Nachbarwohnung aufregen (!) ) und der gelinde gesagt kühlen Nachbarschaft zu anderen Neumietern feststellen, welche diese Grundform der Höflichkeit nicht in Erwägung gezogen hatten.

Freilich, oft sind Basics zu viel erwartet, hier liegt es manchmal an einem selber, sich nicht in einen gedanklichen Abwärtsstrudel einzulassen. Assoziationen helfen hier enorm.

Eine anonyme Trampelei wird viel eher als störend empfunden, als das Geräusch laufender Kinder welche man auch persönlich beim Heranwachsen beobachten kann. Angst vor der gefürchteten Konfrontation führt oder erst recht zu dieser. Freundlichkeit, so anachronistisch sie auch sein möge, ist immer noch der beste Weg, sich dem noch nicht entstandenen Problem in den Weg zu stellen. Und im besten Fall gewinnt man nicht nur einen freundlichen Nachbarn, sondern auch einen Freund. So schlimm kann das ja auch nicht sein, oder?

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 18. Februar 2015 von in Nachbarschaft und getaggt mit , , , , , , , .
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