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Texte zu den Themen Arbeitsplatz, Familie, Nachbarschaft aus der Sicht des Mediators

Schuld und Sühne versus Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung

Schuld und Sühne versus Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung

Ist vom Ende einer Ehe die Rede, so kommt die Sprache schnell auf die Gründe, welche die Beziehung der Ehepartner zum Scheitern gebracht haben. So wird – freilich je nach Standpunkt – mit Begriffen wie „lieblos“, „untreu“, „böswillig verlassen“ oder ähnlichem argumentiert, bis schlussendlich dann der Begriff der Scheidung im Raum steht. Freilich, der Begriff alleine ist bereits von Medien geprägt, zu oft werden diversen Scheidungsdramen der Prominenz im Boulevard breitgetreten, als dass man hier unvoreingenommen bleiben könnte. Wie auch, schließlich steht vor dem Entschluss zur Scheidung die Erkenntnis, dass der Wunsch nach einer lebenslangen Partnerschaft gescheitert ist. Hier Objektivität zu verlangen ist nicht nur lebensfremd, nein es wäre schlicht absurd. Gerade ein dermaßen tiefer Einschnitt in die Lebensplanung kann nicht getrennt von Emotionen gesehen werden. Schon gar nicht von jenen, die sich professionell mit dem Thema des Konfliktmanagements beschäftigen, den MediatorInnen.

Welche Ansätze gibt es nun, mit der erlittenen Kränkung, der empfundenen Niederlage aber auch der Scham über den eigenen Fehltritt umzugehen? Dem anwaltlich geprägten Juristen schwebt wahrscheinlich erst der Begriff der Scheidungsklage vor. Auf der Basis von Verschuldensgründen wird eine Scheidungsklage formuliert, welche dann vom beklagten Noch-Ehepartner mit einer Gegenklage, einem Mitverschuldensantrag oder einem Antrag auf kostenpflichtige Klagsabweisung beantwortet wird. Im Rahmen der Beweisführung werden dann seitens des Klägers die einzelnen Vorwürfe bestmöglich glaubhaft gemacht, während der Beklagte gezwungenermaßen gegenläufig argumentiert. Gab es im Vorfeld der Scheidung noch ein Mindestmaß an notwendigem Konsens, so tritt nun die Konfrontation in den Vordergrund. Die Frage nach dem Verschulden ist hier keine moralische, sondern schlicht eine rechtliche Notwendigkeit, um möglicherweise einen Anhaltspunkt für die Unterhaltsbemessung, jedenfalls aber die Aufteilung der Prozesskosten zu erreichen.

Sucht man daher nach einem schuldhaften Verhalten, ………………………………….

Der weitere Text ist im  Expertenforum von Jus-Online zu finden.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 12. September 2014 von in Allgemein.
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